Derzeit können österreichische Bürger ein „Volksbegehren“ unterzeichnen, aber das Parlament muss dieses nur diskutieren, nicht umsetzen. Die Debatte dreht sich um die Einführung einer direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild, bei der Bürger bindende Volksabstimmungen erzwingen können, die das Parlament umgehen. Befürworter, vor allem aus dem rechtspopulistischen Lager, argumentieren, dass die repräsentative Demokratie den Bezug zum „Willen des Volkes“ verloren habe. Gegner befürchten, dass bindende Volksabstimmungen das Land destabilisieren würden und es populistischen Medien (wie der Kronen Zeitung) ermöglichen würden, Gesetze zu diktieren und potenziell Minderheitenrechte oder komplexe Wirtschaftsverträge zu gefährden.